Smartphones – Segen oder Fluch im Berufsleben?

Mit der Jahrtausendwende hielt eine neue Technologie Einzug in die Berufswelt – das Smartphone. Wurde dies in den frühen Jahren noch vor allem von Research in Motion (heute BlackBerry) produziert, hat sich das Angebot spätestens 2007 mit Apples erstem iPhone deutlich erweitert. Seitdem ist die Traditionsmarke BlackBerry auf dem Rückzug, da Unternehmen sich mehr und mehr der Vielfalt der Anbieter öffnen. Gleichzeitig werden bei der Leistungsfähigkeit und den verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten ständig neue Rekorde gebrochen, welches das Smartphone mittlerweile zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Berufsalltags macht.

 

Daher lohnt es sich, einmal die Vor- und Nachteile dieser Entwicklung zu betrachten. Hat das Smartphone das Berufsleben wirklich verbessert – oder nur beschleunigt, indem es den Kommunikationsfluss erhöht?

 

Die Vorteile

 

  • Mobilität: Der offensichtlichste Vorteil – Kommunikation ist unabhängig vom Standort, und Wartezeiten verkürzen sich, da Mitarbeiter von überall her an Konversationen teilnehmen können
  • Kommunikationswege: Smartphones bieten mittlerweile eine Vielfalt von Programmen zur Verarbeitung von Informationen, was auch die Bearbeitung von Dokumenten und die Speicherung mit Cloud-Systemen beinhaltet
  • Personifizierung: Entsprechende Netzwerk-Kapazitäten sowie Ausstattung mit Kameras erlauben die Kommunikation über Video-Telefonate, was Gespräche persönlicher werden lässt

 

Die Nachteile

 

  • Informationsflut: Das Volumen an E-Mails hat durch Smartphones zugenommen, und über die Relevanz von E-Mails lässt sich gerne streiten. Nur weil man überall mailen kann heißt es nicht, dass man es auch tun sollte.
  • Stress: Vielfach beschweren sich Mitarbeiter, dass Smartphones den Stress erhöhen, da sie permanente Erreichbarkeit suggerieren und das Abschalten nach Verlassen des Büros erschweren.
  • Ablenkung: Oftmals sieht man Meetings, in denen die Hälfte der Teilnehmer aufmerksam folgt – allerdings nicht dem Meeting, sondern ihrem Twitter- oder Facebook-Feed

 

Lassen sich die Nachteile dieser Entwicklung minimieren, ohne dabei auf die Vorteile verzichten zu müssen? Einige Unternehmen haben bereits frühzeitig erkannt, dass sich die negativen Auswirkungen des Smartphone Booms kontrollieren lassen. So hat z.B. Volkswagen die betrieblichen E-Mails nach Feierabend abgeschaltet, um Mitarbeitern das Stressgefühl zu nehmen. Und jedes Unternehmen sollte in der Lage sein, seinen Mitarbeitern den sinnvollen Umgang mit E-Mails zu vermitteln, damit die Frage nach der Notwendigkeit von Nachrichten nicht vernachlässigt wird.

 

Somit kann man abschließend sagen, dass Smartphones das Berufsleben durchaus positiv verändert haben und es lediglich eine Frage des richtigen Umgangs ist, damit die Vorteile die Nachteile weiterhin überwiegen.

 

Quelle: Matthias Lissner, http://www.adzuna.de

 

 

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